| Der Haveltunnel zwischen Pritzerbe und Kützkow |
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Ausgehend von den Aufzeichnungen des Freiherren Hermann von Schnehen, Schlossherr auf Kützkow bis 1945, aus dem Jahr 1961, sowie durch die Aussage einer Augenzeugin, deren Aussage zu Lebzeiten nicht veröffentlicht werden durfte, kommt man zu dem Ergebnis: Der Haveltunnel hat bis mindestens 1945 existiert. Hier sei die Zeugenaussage vorweg genommen. Sie sagte: "Ich hatte als 15 jähriges Mädchen im Jahr 1945 eine Anstellung im Haushalt der Familie XXX (dem Autor bekannt) in Pritzerbe. Plötzlich und unerwartet erschien aus den Kellerräumen dieses Hauses der Freiherr Hermann von Schnehen mit etwas russverschmiertem Gesicht. Mit den Worten : "Erschrick Dich doch nicht so, dass bin doch nur ich" verschwand er aus diesem Haus." (Ende der Zeugenaussage) Vermutlich hat er die Zeugin zum Schweigen auf Lebenszeit verpflichtet. "Es scheinen also zwei Burgsitze gewesen zu sein." (Ende des Zitats) Daher macht auch die Untertunnellung der Havel als Fluchtweg und Verbindung zwischen beiden Schlössern Sinn, wie schon mehrmals beschrieben wurde. In seiner Schlussbetrachtung äussert sich Hermann von Schnehen so: " Ich glaube mit Sicherheit annehmen zu können, dass das 948 genannte Schloss Pritzerbe mit dem Kützkower Schoss identisch ist und wohl kaum zwei grosse Schlösser nebeneinander gelegen haben, ohne das Nachricht auf uns gekommen wäre." (Ende des Zitats)
"Es wird sogar gesagt, zwischen beiden (Burgen d.A.) hätte es einen unterirdischen Gang gegeben, welchen man beim Bau des Pferdestalls 1898 bei der Fundamentlegung aufgefunden hatte." Es gibt in Pritzerbe Stimmen, die die Grabung eines Tunnels unter der Havel wegen der hier existierenden geologischen Bedingungen für unmöglich halten. Die geologische Übersichtskarte des Landkreises Potsdam - Mittelmark gibt für den Altstadtkern Pritzerbe sowie für die Ortslage Kützkow folgende Ergebnisse an: " Ablagerungen der Urstromtäler einschliesslich der Nebentäler: Sand, z.T. schwach kiesig." Also kein Sumpfland und der Tunnelbau ist möglich gewesen. Vielleicht sind die jetzigen Eigentümer der betreffenden Grundstücke daran interessiert, die Tunneleingänge zu finden. Der Tourismus könnte zum gegenseitigen Vorteil eine Belebung erfahren. Also, warten wir mal ab... |

